Der Kunstmaler und Grafiker Ewald Meyer wurde am 23.9.1911 in Berlin geboren.

Er war Schüler von Käthe Kollwitz und Max Liebermann und Meisterschüler bei Emil Orlik und Hans Meid in der Berliner Kunstakademie.

Mit der Machtergreifung der Nazis und der Suspendierung von Liebermann und Orlik von der Berliner Kunstakademie beendete er sein Studium bei Hans Meid. Nach dem Verlassen der Akademie folgte ein Studienaufenthalt bei Charles Despiau in Paris.

Während des Krieges entstanden viele Zeichnungen gegen die Nazidiktatur, die auch in Flugblättern verwandt wurden. In Norwegen wurde im Untergrund der verbotene "Kuddeldaddeldu" seines Freundes Ringelnatz gedruckt, der von ihm illustriert wurde.

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangen-schaft kehrte er nach Berlin zurück, wo er als freier Maler und Grafiker arbeitete. Der Intendant des Saarbrücker Staatstheaters Hermann Wedekind holte ihn 1962 als Bühnenbildner und Leiter des Malersaals nach Saarbrücken. Hier machte er sich mit zum Teil spektakulären Bühnenbildern auch als Bühnenbildner einen Namen.

Ewald Meyer hatte Ausstellungen in vielen Ländern Europas. Seine letzte Ausstellung "Zeitzeugnisse" fand zu seinen Lebzeiten 1998 in München statt. Diese Ausstellung wurde anschließend in Mainz, Halle und Osthofen gezeigt. Seine Bilder befinden sich in vielen privaten Sammlungen und öffentlichen Gebäuden. (Siehe Thieme/Vollmer)

Im Alter von 80 Jahren lernte er nach einer schweren Krankheit durch Zufall die Inhaberin eines Edelbordells und Swinger-Clubs kennen. Er bekam die Genehmigung in diesem Club zu zeichnen, sofern man die Gesichter der prominenten Gäste nicht erkennen konnte. So entstand im hohen Alter ein großes pornografisches Werk, aus dem auch diese Blätter stammen.

Ewald Meyer starb am 13.2.2003 im Alter von 91 Jahren in Saarbrücken.